Beitrag vom: 8. Juni 2026

Weltweiter Spielwarenmarkt im Aufwind

Die Amerikaner lassen sich offensichtlich trotz aller innerpolitischen Auseinandersetzungen und außenpolitischer Konflikte die Freude, ihrem Nachwuchs Spielwaren zu schenken, nicht nehmen. Sie greifen deutlich tiefer in die Tasche als die notorisch besorgten Europäer. 392 US $ pro Kind und damit 4 % mehr als im Vorjahr ließen die Nordamerikaner springen, um ihre Kinder mit neuen Spielwaren zu versorgen. In der Alten Welt sind es gerade mal 240 US $ pro Kind. Am dynamischsten wächst der asiatische Markt mit einem Plus von 9 %, allerdings von einem sehr geringen Niveau aus. Dort werden pro Kind 39 US $ für Spielwaren ausgegeben. Kinder unter fünf Jahren stellen nach wie vor die größte Gruppe dar. Sie verzeichnete in den letzten fünf Jahren allerdings den geringsten Anstieg bei der durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate. Bei den über 15-Jährigen stiegen die Umsätze seit 2020 um 111 %, womit sie die Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen überholten.

Trotz der fragilen Weltkonjunktur gelang der Spielwarenbranche ein guter Start ins Jahr 2026. Der globale Umsatz stieg um 15,1 %, die Mengen um 12,4% im 1. Quartal. Auch für Deutschland meldet Circana ein Plus von 8,4%. Zu den Trends im Markt zählen Lizenzthemen, Collectibles und Toys für Kidults. Games/Puzzles bleiben vor Building-Sets die wichtigste Warengruppe. Als Mega-Trend zeichnet sich ein Paradigmenwechsel in der Ein­stellung von Eltern zur Technik ab. Immer lauter würde der Ruf nach Verboten sozialer Medien, Handyverboten an Schulen und die Kritik an Technologieunternehmen, so die Marktforscher. Gerade bei AI gehen die Meinungen zwischen jenen, die in dieser Technologie Chancen für personalisiertes Lernen sehen, und jenen, die Bedenken hinsichtlich der verringerten menschlichen Interaktion und der Privatsphäre hegen, auseinander.

Hier geht es zum Report „Circana Global Toy Trends“. Exclusiv für DVSI-Mitglieder – bitte nicht weiterverbreiten.