Beitrag vom: 6. Juli 2026
Mehr klare Kante gegenüber China
Allein 2025 überschwemmten 5,9 Mrd. Artikel in Paketen von geringem Wert aus Drittländern den EU-Markt, ohne Zölle zu zahlen. Seit dem 1. Juli erhebt zwar die EU für E-Commerce-Sendungen aus Drittländern eine Zollgebühr von 3 € pro Artikel, aber die Asymmetrie in den wirtschaftlichen Beziehungen zu China dürfte damit noch lange aus der Welt sein. Das Institut der Deutschen Wirtschaft legte vor zwei Wochen eine vom Auswärtigen Amt geförderte Studie vor, die zu dem Ergebnis kommt, dass allein der von China künstlich niedrig gehaltene Yuan Deutschland Wachstum koste. Bei einer fairen Bewertung würde das preisbereinigte BIP in Deutschland und dem Euroraum im Jahr 2028 um bis zu 0,3 Prozent höher ausfallen. Das Kölner IW kommt zu dem Schluss, dass durch die Unterbewertung des Yuan China seine Waren deutlich günstiger verkauft als es das Land eigentlich dürfte, um so Marktanteile zu gewinnen, die es im fairen Wettbewerb nie erhalten würde. Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil will die chinesische Subventionspolitik nicht mehr klaglos hinnehmen. Klingbeil kündigte, unterstützt von seinem Berater und Düsseldorfer Wirtschaftswissenschaftler Jens Südekum, eine härtere Gangart gegenüber China an. „Ich habe schon vor Wochen einen robusteren Kurs gegenüber China gefordert, und das setzen wir jetzt um“, sagte der Finanzminister in der vergangenen Woche in Berlin. Gut so, sagt der DVSI.
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