Beitrag vom: 20. Oktober 2026
Intensiver Austausch beim DVSI Safety Day
Mitte Oktober fand in Köln der 36. Safety Day des DVSI beim TÜV Rheinland statt, durch den die DVSI-Sicherheitsexperten Alexander Breunig und Kathrin Grashausser führten und selbst Vorträge beisteuerten. Der Sicherheitstag ist für die Spielwarenbranche zu einem Pflichttermin geworden, der Place-to-be, um sich über Veränderungen im Spielzeugrecht, zur Produktsicherheit sowie zur Marktüberwachung zu informieren. Inhaltlich einschwören konnten sich die Teilnehmer*innen bereits am Vorabend beim informellen Get-together.
Der Impulsvortrag „Der Wind wird rauer“ von Dr. Arun Kapoor und Julia Meggyes von der Münchener Kanzler Noerr & Partner, seit vielen Jahren Partner des DVSI, hätte auch programmatisch über den zahlreichen Beiträgen des Sicherheitstages stehen können. So drohen bei Verstößen gegen die Product Compliance internationale Sanktionen, so die beiden Referenten, die ferner über den digitalen Produktpass, den Stand der Marktüberwachung sowie den sich ständig erweiternden Rechtsrahmen und wichtige Aspekte zur Vorbereitung auf die Umsetzung der neuen EU-Spielzeugverordnung informierten. Naturgemäß wurden die angekündigten Sanktionen von den Teilnehmern mit gemischten Gefühlen und Skepsis zur Kenntnis genommen, insbesondere mit Blick auf das Thema „Online-Handel“, bei dem sich die Durchsetzung von Sanktionen im internationalen Bereich schwierig gestaltet.
Silja Theiler & Kathrin Endress vom TÜV Rheinland gaben Einblicke zum Stand der Entwicklungen beim digitalen Produktpass, z. B. die vor kurzem veröffentlichten Normen und der digitale Datenaustausch sowie die Gestaltung der infrastrukturellen Umgebung. Die Spielwarenbranche wartet allerdings noch auf die Detailvorgaben der EU-Kommission, die Umfang und Tiefe der Daten vorgeben. DVSI-Sicherheitsexperte Alexander Breunig betonte, dass man die Details des Rechtstextes der neuen Spielzeugverordnung sehr genau lesen muss, um daraus auch die richtigen Antworten abzuleiten. Insbesondere die Absenkung von Grenzwerten, die Ausdehnung des Umfangs künftig geregelter bzw. verbotener Substanzen und die Befugnis der EU-Kommission, sie bei Bedarf anzupassen, warf etliche Fragen auf, wie die Vorgaben eigentlich umzusetzen seien. Die wichtigste aktuelle Maßnahme ist momentan die Beschaffung von verlässlichen Lieferkettendaten und deren Strukturierung.
Der große Zuspruch für den DVSI Safety Day und die intensiven Diskussionen während des Schulungstages zeigte einmal mehr, dass das Thema Spielzeugsicherheit ein Dauerbrenner ist. Der DVSI ist gespannt, über welche Fortschritte die Teilnehmer nächstes Jahr berichten und welche zusätzlichen Themen und Details dann die Gemüter bewegen.
Ihre Ansprechpartner beim DVSI:
Alexander Breunig (T: 0911/477112-44; E: breunig@dvsi.de)
Kathrin Grashausser (T: 0911/477112-55; E: grashausser@dvsi.de)

