Beitrag vom: 5. Oktober 2026
Aktion Plagiarius geht in die nächste Runde
Der Negativpreis Plagiarius wurde von dem deutschen Industriedesigner Rido Busse ins Leben gerufen. Der Preis hat sich zu einem anerkannten PR-Werkzeug im Kampf gegen die Produktpiraterie entwickelt. Besonders stark betroffen von Produkt- und Markenpiraterie, sprich geistigem Eigentumsklau ist die Spielwarenbranche. Der Verein mit Sitz in Ulm-Elchingen bat deshalb den DVSI, die Mitglieder des Verbandes noch einmal auf die Möglichkeiten zur Teilnahme am Plagiarius-Wettbewerb 2027 zu informieren.
Ziel der Aktion Plagiarius ist, die skrupellosen Geschäftsmethoden von Produkt- und Markenpiraten ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und Industrie, Politik und Verbraucher für die Schäden und Risiken zu sensibilisieren. Seit 1977 motiviert die Aktion Plagiarius Unternehmer und Erfinder ihr geistiges Eigentum zu schützen, und steigert beim Verbraucher die Wertschätzung für innovative und kreative Leistungen. Trophäe des Schmähpreises ist ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase – Symbol für die immensen Profite, die ideenlose Nachahmer sprichwörtlich auf Kosten von Kreativen und der Industrie erwirtschaften. Die Kernbotschaft des Plagiarius ist eindeutig. Fälschungen bedeuten Job- und Umsatzverluste, Sicherheitsrisiken und Stillstand, während das Original für Vielfalt und Zukunft steht.
Unternehmer, Designer und Erfinder haben wieder die Chance, ihre Originalprodukte sowie vermeintliche Nachahmungen zum Plagiarius-Wettbewerb noch bis zum 30. Oktober 2026 einzureichen und den Plagiator – sei er Hersteller oder Händler – als Preisträger des Negativpreises vorzuschlagen. Bevor die jährlich wechselnde Experten-Jury aus allen Einsendungen die Preisträger wählt, werden die vermeintlichen Plagiatoren von der Aktion Plagiarius schriftlich auf ihre Nominierung hingewiesen und erhalten die Möglichkeit zur Stellungnahme. Die große Medienreichweite und der hohe Bekanntheitsgrad des „Plagiarius“ haben über die Jahre hinweg regelmäßig eine abschreckende Wirkung gezeigt. Die Angst vor öffentlicher Blamage hat so manchen Plagiator dazu gebracht, eine Einigung mit dem Originalhersteller zu suchen und z.B. Restbestände vom Markt zu nehmen, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben oder Lieferanten preiszugeben.
Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Frankfurter „Ambiente“ statt. Während der Messe (29. Januar – 02. Februar 2027) werden alle eingereichten Originale und Plagiate an prominenter Stelle ausgestellt. Anschließend werden die Preisträger-Produkte im Museum Plagiarius in Solingen sowie online und bei Plagiarius-Ausstellungen einem breiten Publikum zur praxisnahen Sensibilisierung präsentiert.
Zum Wettbewerb einzureichen sind:
– Das Originalprodukt (inkl. Verpackung)
– Das vermeintliche Plagiat (inkl. Verpackung)
– Das ausgefüllte, unterschriebene Anmeldeformular
– 1 Foto (Schnappschuss): links Original / rechts Plagiat (gleiche Perspektive) oder 2 Einzelfotos
– Korrespondenz mit dem Plagiator, sofern erfolgt
– Kopien von eingetragenen gewerblichen Schutzrechten, falls angemeldet
– Ggfs. weitere Hintergrundinformationen, die der Jury behilflich sein könnten (kurz/präzise)
– Ggfs. Gegenüberstellung Original / Plagiat (Text, Fotos, Video) – bitte keine Werbung fürs Originalprodukt
Die Informationen zur Anmeldung und die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
Fragen von DVSI-Mitgliedsunternehmen beantwortet Christine Lacroix, Tel. +49(0)7308 / 922 422 oder e-Mail info@plagiarius.com.

