Beitrag vom: 11. Mai 2026
Breite Initiative fordert besseren Schutz bei Online-Einkäufen – auch Ravensburger beteiligt
Nicht nur die vom europäischen Dachverband der Spielwarenindustrie, Toy Industries of Europe (TIE), und nationalen Spielwarenverbänden durchgeführten Mystery Shopping-Studien warfen ein Schlaglicht auf die Praktiken grenzüberschreitender Billig-Online-Plattformen und den politischen Handlungsbedarf in Brüssel und Berlin, um Verbraucher beim Kauf von Produkten bei Online-Händlern aus Drittstaaten zu schützen. Auch Verbraucherschutzverbände und die Stiftung Warentest kritisieren seit Jahren die Missachtung europäischer Standards. Sie warnen explizit vor den Risiken der Schnäppchenjagd. Der Handelsverband Deutschland (HDE) bezifferte Ende April den volkswirtschaftlich Schaden sogar auf 2,4 Mrd. €; die Kollateralschäden durch die Paketflut nicht einmal eingerechnet. Die vom Baden-Württembergischen Umweltministerium und namhaften Unternehmen wie Stihl, Bosch, Würth und Trumpf angeschobene Initiative, bei der auch der DVSI mit von der Partie ist, weist auf diesen Missstand hin. Jetzt hat sich die Ravensburger AG der Initiative angeschlossen. „Wir brauchen einen fairen Wettbewerb und die konsequente Durchsetzung der Vorschriften für Produktsicherheit“, sagt Philipp Russ, Director Quality, Sustainability & Product Compliance bei Ravensburger, „Online-Plattformen müssen für ihr Handeln Verantwortung übernehmen. Die bisher auf den Weg gebrachten Maßnahmen wie Paketgebühr und Abschaffung der Zollfreigrenze für kleine Pakete reichen noch nicht.“ Mit dem acht Punkte umfassenden Forderungskatalog rufen Landespolitik, Wirtschaft und Verbände den Bund sowie die EU auf, den Verbraucherschutz im Onlinehandel zu verbessern und die heimische Wirtschaft zu schützen.
Ihr Ansprechpartner beim DVSI: GF Ulrich Brobeil (T: 0911/477112-11; E: brobeil@dvsi.de)

