Beitrag vom: 21. September 2026
Brief an EU-Kommissionspräsidentin zieht Kreise
Die Forderungen der europäischen Spielwarenbranche sind klar und eindeutig. Hersteller wie Handel, darunter große Marken, KMU und Familienbetriebe, fordern die Einhaltung europäischer Vorschriften, um die Sicherheit von Spielwaren und einen fairen Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt zu garantieren. Der neue EU Product Act könnte einen weiteren Beitrag dazu leisten. Der DVSI hatte mit seinem Newsletter 53/2026 vom 10.09.2026 über das Schreiben berichtet. Der DVSI nutzte die Petition auch, um bei politischen Entscheidungsträgern in Berlin und Brüssel auf die nach wie vor gravierende Lücke in den EU-Produktsicherheitsvorschriften und den vom BMWE im Januar 2025 vorgelegten Aktionsplan E-Commerce der Bundesregierung hinzuweisen.
In dieser Woche stehen weitere Gespräche mit dem BMWE sowie MEPs auf der Agenda. Ein Entwurf zum EU Product Act ist bereits durchgesickert. Toy Industries of Europe (TIE) analysiert aktuell den Entwurf, der Top-Thema im TIE PSEC (Product Safety and Environment Committee) Meeting am 22.09.2026 in Brüssel sein wird. DVSI-Sicherheitsexpertin Kathrin Grashausser wird an der Sitzung teilnehmen. Von Markus Ferber, MEP und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments (ECON), erreicht uns Ende letzter Woche dieser Brief, den wir im Wortlaut wiedergegeben:
Sehr geehrter Herr Brobeil,
vielen Dank für Ihre Nachricht und die Informationen aus Ihrem Newsletter bezüglich des bevorstehenden EU Product Act.
Die Kommission plant, den EU Product Act am 6. Oktober 2026 zu veröffentlichen. Der Kampf gegen unsichere Spielwaren im Onlinehandel, insbesondere durch Billigangebote aus China, ist auch mir ein wichtiges Anliegen. Wir haben in Europa aus guten Gründen hohe Anforderungen an die Produktsicherheit unserer Spielwaren. Diese Anforderungen müssen für alle Anbieter gleichermaßen gelten. Es kann nicht sein, dass Anbieter aus Fernost unsere Bedingungen systematisch untergraben. Darunter leiden unsere heimischen Produzenten, aber vor allem auch unsere Kinder, welche potenziellen Gefahren durch diese Spielwaren ausgesetzt sind.
Sobald die Kommission den EU Product Act vorgestellt hat, wird dieser auch an Rat und Parlament zur Beratung weitergeleitet. Ich werde mir die Vorschläge vor der Plenarabstimmung ganz genau anschauen und prüfen, ob die Vorschläge ausreichend sind.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Markus Ferber, MdEP
Der DVSI hält Sie weiter informiert.
Ihr Ansprechpartner beim DVSI: GF Ulrich Brobeil (T: 0911/477112-11; E: brobeil@dvsi.de)

