Beitrag vom: 23. Juni 2026
China bleibt im Fadenkreuz der Kritik
Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, darunter auch der DVSI, diskutierten im Februar über die wirtschaftspolitische Lage zwischen Europa und China. Vor allem das Kräfteverhältnis der beiden Exportweltmeister Deutschland und China hat sich erheblich verschoben. Die grüne Europaabgeordnete Anna Cavazzini und die Bundestagsabgeordnete Dr. Sandra Detzer legen jetzt ein Positionspapier vor, das hier abgerufen werden kann und dass es in sich hat. Die Autorinnen fordern darin robuste handelspolitische Schutzinstrumente, zu denen die sie auch die Einführung gezielter Zölle zählen, die sich auf strategische Kernbereiche konzentrieren (wozu die Spielwarenbranche nicht zählt) sollen. Das sorgte prompt für Widerspruch. Vor wenigen Tagen betonte Julian Hinz, Direktor der Forschungsgruppe Handelspolitik des Kieler Institutes für Weltwirtschaft, dass „breit angelegte Zölle auf Produkte aus China nicht das Mittel der Wahl sein (sollten). Solche Maßnahmen adressieren nicht die zugrunde liegenden Wettbewerbsprobleme europäischer Unternehmen in Märkten außerhalb der EU und tragen nicht automatisch zu höherer Produktivität oder Innovationsfähigkeit bei.“ Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zählen aber auch die Durchsetzung bestehender handelspolitischer Schutzinstrumente, für das sich auch der DVSI stark macht.
Weniger um die makroökonomische als die ganz praktische Ebene dreht es sich bei der Online-Veranstaltung „Sensibilisierungsmaßnahmen zu Spielzeug (und weiterer Produkte) über Temu und Shein“ des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. Die Online-Veranstaltung findet am Donnerstag, 23.07.2026, von 9:30 Uhr bis ca. 11:30 Uhr statt. Der DVSI ist Teilnehmer.
Ihr Ansprechpartner beim DVSI: GF Ulrich Brobeil (T: 0911/477112-11; E: brobeil@dvsi.de)

