Beitrag vom: 4. Dezember 2023
DVSI „dringt“ mit Botschaften durch
Der DVSI INDEX entwickelte sich seit seiner Einführung 2015 zum viel beachteten Konjunktur-Indikator und zu einem präzisen Stimmungsbarometer der Spielwarenbranche. Mit seinem diesjährigen Sonderthema „Standort Deutschland“ lieferte er den Medien ein detailliertes Bild über die von schwächelnder Inlandsnachfrage und sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ebenfalls betroffene Branche, die sich im Vergleich zu anderen Industriezweigen nach wie vor beachtlich schlägt.
Die Einschätzung der Geschäftslage fällt gleichwohl, wenig überraschend, reserviert aus. So meinen 91% der Spielwarenhersteller, dass sich die deutsche Wettbewerbsfähigkeit gerade in den letzten Jahren mehr oder minder stark verschlechtert hat. Trotz einer stark in die Kritik geratenen Wirtschaftspolitik – 74 % geben ihr ein „ausreichend“ oder „mangelhaft“ –, bewerten 32% der befragten Hersteller ihre Aufstellung für die nächsten Jahre als gut oder sehr gut. Nicht zuletzt erwarten die im DVSI organisierten Spielwarenhersteller, so der INDEX, ein konsequenteres Vorgehen gegen unsichere Direkt- und Grauimporte, insbesondere über Online-Kanäle. DVSI-Geschäftsführer Ulrich betonte deshalb auch in der Pressekonferenz, dass es mit einer Novellierung der bestehenden Spielzeugrichtlinie nicht allein getan sein. So schrieb die Deutsche Presseagentur (dpa):
„Ein Problem für die ganze Branche – und am Ende auch für die Verbraucherinnen und Verbraucher – sieht Brobeil allerdings bei Direktimporten aus dem Ausland übers Internet. Dabei könne es sich um unsichere und mit Chemikalien belastete Spielzeuge oder Plagiate handeln. Ein erster Schritt in die richtige Richtung sei die neue EU-Spielzeugverordnung. Diese könne das Problem aber alleine nicht lösen.“

