Beitrag vom: 7. April 2026
EU und Australien unterzeichnen Freihandelsabkommen
Das Abkommen beseitigt über 99 % der Zölle auf EU-Exporte nach Australien. Es verbessert den Marktzugang für europäische Maschinen, Fahrzeuge und Chemieprodukte und sichert über 165 geschützte geografische Angaben. Das Abkommen soll voraussichtlich 2027 in Kraft treten. Die Eckpunkte des Abkommens:
- Zollabbau: Mehr als 99 % der Zölle auf EU-Exporte nach Australien entfallen, was zu Einsparungen von jährlich rund einer Milliarde Euro an Zollgebühren führen soll.
- Rohstoffe: Die EU erhält verbesserten Zugang zu kritischen Rohstoffen wie Lithium und seltenen Erden.
- Landwirtschaft: Australien schafft Zölle auf hochwertige EU-Agrarprodukte wie Käse, Wein, Schokolade und Backwaren ab. Die EU begrenzt den zollfreien Import bestimmter australischer Produkte (z.B. Rind- und Schaffleisch, Zucker).
- Geografische Angaben: Es werden 165 europäische Agrar- und Lebensmittelprodukte sowie 231 Spirituosen in Australien rechtlich geschützt. Der Begriff „Prosecco“ wird als geschützte Angabe anerkannt, mit einer Auslauffrist für australische Erzeugnisse.
- Dienstleistungen & Investitionen: Besseres Marktzugang für EU-Dienstleister in den Bereichen Finanzen, Seeverkehr und Freiberufe.
- Ratifizierung: Nach Abschluss der Verhandlungen müssen das Europäische Parlament und der Rat zustimmen, bevor das Abkommen in Kraft treten kann.
Das Abkommen, das nach langjährigen Verhandlungen erzielt wurde, soll die wirtschaftlichen Beziehungen stärken und die Abhängigkeit der EU bei Rohstoffen verringern. Der DVSI wird weiter ein Auge darauf werfen und sich mit der Australian Toy Association austauschen.
Wie relevant ist Australien für die DVSI-Mitgliedsunternehmen?
Melden Sie sich dazu gerne bei DVSI-GF Ulrich Brobeil (T: 0911/477112-11; E-Mail: brobeil@dvsi.de)

