Beitrag vom: 24. November 2025
Medienschau Branchenpressekonferenz 2025
Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle, diesen Eindruck konnte man in diesem Jahr auf der Branchenpressekonferenz von DVSI, Circana und BVS gewinnen, denn das Branchenbild, das in Nürnberg gezeichnet wurde, war doch eher widersprüchlich. Während das Nürnberger Marktforschungsinstitut von einem Plus von 4% bis 26. Oktober berichten konnte und der BVS ein Wachstum von 3% für 2025 prognostiziert, zeigen sich die DVSI-Mitgliedsunternehmen deutlich zugeknöpfter. Im Schnitt rechnen die befragten Hersteller mit einem Umsatzminus von 2,8 %. Das geht aus der 11. Erhebung zum DVSI-Index hervor. Weiteres zentrales Thema in der Presse: die 3. Mystery Shopping-Studie von TIE. Und so lauteten einige Schlagzeilen, Sublines und Auszüge aus den Beirägen in der letzten Woche:
Wirtschaftswoche + Handelsblatt
Spielwarenbranche erwartet gutes Weihnachtsgeschäft
Weihnachten rückt näher und viele fragen sich: Welche Spielzeuge sollen unter dem Baum liegen – und vor allem, was können wir uns leisten? Worauf Eltern beim Kauf außerdem achten sollten.
Die deutschen Spielwarenhersteller befürchten jedoch, dass die Menschen in diesem Jahr sparsamer bei den Weihnachtsgeschenken sein könnten.
Hersteller und Händler warnen jedoch davor, günstige Weihnachtsgeschenke auf Online-Plattformen aus Drittländern zu kaufen.
Neue Testkäufe des europäischen Spielwarenverbands Toy Industries of Europe hätten erneut ergeben, dass ein Großteil der dort gekauften Spielzeuge eklatante Sicherheitsmängel aufweise, sagte Brobeil.
Der Spiegel
Spielwarenbranche erwartet gutes Weihnachtsgeschäft
Erstmals seit drei Jahren werden die Deutschen voraussichtlich wieder mehr Geld für Spielzeug ausgeben. Im Trend liegen Produkte mit KI, aber auch Murmelbahnen oder Kuscheltiere kommen gut an.
Die deutschen Hersteller befürchten jedoch, dass die Menschen in diesem Jahr bei den Weihnachtsgeschenken sparsamer sein könnten. „Die Konsumenten halten das Geld zusammen und achten verstärkt auf Preispunkte“, sagte Ulrich Brobeil vom Deutschen Verband der Spielwarenindustrie.
Hersteller und Händler warnen davor, günstige Weihnachtsgeschenke auf Onlineplattformen aus Drittländern zu kaufen. Zuletzt waren etwa in Babyspielzeug der chinesischen Onlinemarktplätze Temu und Shein gravierende Mängel gefunden worden.
Lebensmittelzeitung
Umverteilung im Spielwarenmarkt
Wenige Hersteller treiben positive Entwicklung – Stimmung dennoch verhalten – Marktdaten von Circana, BVS und DVSI
Die Spielwarenbranche freut sich über ein leichtes Wachstum. Profitieren können davon aber nicht alle Hersteller und Händler. Der Markt wird neu verteilt.
Das Wachstum kommt größtenteils aus branchenfremden Vertriebskanälen.
Auf Herstellerseite konzentriert sich die positive Entwicklung auf wenige Marktteilnehmer.
Während Produkte ohne Lizenz im Schnitt nur um 1 % zulegen konnten, waren es mit Lizenz plus 9%.
Auch die Spielwarenindustrie zeigt sich großenteils skeptisch bezüglich der weiteren Marktentwicklung. Nach fünf Krisenjahren bewerten nur noch 11 % der Anbieter ihre Lage als gut oder sehrt gut, berichtet DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil von den aktuellen Ergebnissen der Befragung für den DVSI-Index
Einige Unternehmen können sich zwar über Rückenwind freuen. Von einer nachhaltigen Wirtschaftswende sei in der Branche nichts zu spüren.
Süddeutsche Zeitung
Die Spielzeugbranche wächst trotz Krise
Das Geschäft läuft gegen den allgemeinen Trend gut, der Optimismus vor Weihnachten ist groß. Wäre da nicht immer mehr gefährliche Ware aus China.
Börsenblatt
Wieder 168 Euro für Spielwaren zu Weihnachten?
Nach der Black Week (24.11. – 1.12.) folgt das Weihnachtsgeschäft – dem die Spielwarenbranche hoffnungsvoll entgegenblickt. In dieser Woche loteten der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI), der Handelsverband Spielwaren (BVS) und das Marktforschungsinstitut Circana die Umsatzentwicklung des Jahres aus – und wagten eine Prognose für das Weihnachtsgeschäft.
Von Januar bis Ende Oktober konnte der Markt für Spielwaren um 4 % wachsen, was die Branche als positive Signale für das kommende Weihnachtsgeschäft deutet.
In der DVSI-Umfrage unter Spielwarenherstellern ist die Stimmung nicht ganz so gut und spiegelt damit die allgemeine Stimmung in der deutschen Wirtschaft wider. Lediglich 11 % Spielwarenunternehmen bewerten ihre aktuelle Lage als gut oder sehr gut (2024: 20 %).

