Beitrag vom: 27. November 2023

Neue Prüfnoten von Öko-Test und Stiftung Warentest

Das Dezemberheft von Öko-Test nahm 20 Stoff- und Kunststoffpuppen unter die Lupe. Lediglich drei Stoffpuppen erhielten das Urteil „sehr gut“, während die beste Kunststoffpuppe lediglich die Note „befriedigend“ schaffte. Drei Puppen fielen komplett durch und erhielten die Noten „mangelhaft“ und „ungenügend“. Von den 15 von Stiftung Warentest geprüften Holzspielzeugen schaffte kein Pro­dukt ein „sehr gut“. Vier fielen mit „mangelhaft“ komplett durch. Getestet wurden nach Angaben der Berliner soziale und ökologische Unternehmensstrategie (20%), Arbeitsbedingungen (40%), Umwelt­schutz (30%) und Transparenz (10%). Der DVSI sieht in dem Vorgehen und der Benotung allerdings ein wiederkehrendes Schema. So wird die EN 71 nur in Teilen für die Benotung herangezogen. Statt­dessen legt etwa Öko-Test eigene Maßstäbe an, die nicht die gesetzliche Grundlage spiegeln.

Bereits 2021 zog der „Toys Report“ nach vier Jahren verdeckter Ermittlungen zu Arbeitsrechts­verletzungen in chinesischen Spielzeugfabriken Bilanz. Die Nichtregierungsorganisation China Labor Watch (CLW) zeichnete ein düsteres Bild von den Arbeitsbedingungen in der Spielwarenbranche. Auch der Toys Report 2023 „Das große Versteckspiel der Spielzeugunternehmen“, der nach eigenen Angaben dem „schmutzigen Geschäft bekannter Spielzeugmarken auf der Spur“ war, will erneut Menschenrechtsverletzungen in der Spielzeugproduktion aufgedeckt haben, wie die Christliche Initiative Romero e.V. pünktlich zum Black Friday und Weihnachtsgeschäft thematisiert.