Beitrag vom: 4. Dezember 2023
Polit-Talk bei Memory in Ravensburg
Menschen können nicht nicht kommunizieren, aber sie können auch nicht ohne Emotionen kommunizieren. Wer wüsste das besser als die Spielwarenbranche? Eine „positive Einstimmung“ und „angenehme Chemie“ für ein komplexes Thema, die Überarbeitung der Spielzeugrichtlinie, bei der es bekanntlich auch um Chemie geht, boten Ravensburger und der DVSI dem Europaabgeordneten Norbert Lins beim nächsten Polit-Talk mit dem eigens dafür hergestellten Memory „Keep me in memory“. Teilnehmer des Spiels waren Alexander Breunig (DVSI), Uwe Stützle (Ravensburger), Ulrich Brobeil (DVSI), Norbert Lins (MEP) und Thomas Redemann (Ravensburger). Ravensburger gewährte einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens, während der DVSI sein Positionspapier zum Entwurf der Spielzeugverordnung erläuterte. Die „Chemie“ stimmte offensichtlich nach diesem spielerischen „Door Opener“. Der Europaabgeordnete zeigte ein offenes Ohr für die Sorgen der Spielwarenbranche und machte sich zahlreiche Notizen. Ob die Kritikpunkte des DVSI in Brüssel aufgenommen werden, bleibt abzuwarten.
Die Arbeit geht in dieser Woche weiter. Der DVSI wird mit weiteren deutschen MEPs im ENVI sprechen. Tenor: Spielzeugverordnung ja, aber chemische Regel mit Augenmaß. Die Novellierung darf aus Sicht der Branche nicht dazu führen, dass sichere Spielwaren durch Überregulierung verboten oder durch aufwändige Tests zu teuer werden, um sie auf den Markt zu bringen. Die Chemikalienanforderungen könnten aber genau das bewirken. Die Einschränkung auf Spuren bestimmter chemischer Substanzen in einem sehr eingeschränkten Rahmen treiben Testunsicherheiten und Kosten nach oben, ohne einen echten Sicherheitsgewinn zu erzielen. Aus diesem Grund sollten sich neue Anforderungen auf wissenschaftlich fundierte Sicherheitsrisiken konzentrieren.

