Beitrag vom: 30. März 2026
Schweizer Parlament macht Druck gegen Billig-Plattformen
Der Spielwarenverband Schweiz (SVS) ist seit März 2023 – wie auch das Toy Forum Austria (TFA) – Kooperationspartner des DVSI. Jetzt meldet der SVS, dass auch in der Schweiz Bewegung in den Kampf von Billigimporten kommt. Ziehen sich bis dato asiatische Plattformen wie Temu und Shein in der Schweiz aus der Affäre, indem sie sich als reine „Vermittler“ bezeichnen, soll es damit bald Schluss ein. Die Vorstöße der parteiübergreifenden Initiative wollen die Plattformen künftig als Inverkehrbringer einstufen. Damit werden sie für die Produktsicherheit (PrSG) und die Produktehaftpflicht (PrHG) direkt verantwortlich. „Das ist ein Meilenstein für den Wirtschaftsstandort. Wir schaffen endlich eine gesetzliche Grundlage, die ausländischen Plattformen die gleichen Pflichten auferlegt wie unseren Schweizer Händlern“, erklärt Bernhard Egger, Geschäftsführer des Handelsverbandes. „Wer in der Schweiz verkauft, muss für seine Produkte haften, egal, von wo aus sie versendet werden.“
Besonders kritisch ist die Lage bei Spielwaren. Zwei Testreihen des Spielwaren Verbands Schweiz mit Spielzeug von Temu und Shein zeigen ein ähnlich erschreckendes Bild wie die Mystery Shopping Aktionen von Toy Industries of Europe (TIE): 80% der direkt aus Fernost importierten Spielwaren haben die Schweizer Sicherheitsnormen nicht erfüllt. Ein Kernpunkt der Initiative betrifft die Zollabwicklung. Die Kosten für die notwendigen verstärkten Kontrollen an der Grenze sollen künftig durch zusätzliche Gebühren von den ausländischen Versendern getragen werden. Damit wird sichergestellt, dass die Durchsetzung Schweizer Rechts nicht zulasten der Steuerzahler oder des inländischen Handels geht.
Ihr Ansprechpartner beim DVSI: GF Ulrich Brobeil (T: 0911/477112-11; E: brobeil@dvsi.de)

