Beitrag vom: 2. März 2026

Sustainability Transformation Monitor (STM) 2026 vorgestellt

Der vierte Sustainability Transformation Monitor der Bertelsmann Stiftung, der Stiftung Mercator, der Universität Hamburg und Peer School for Sustainable Development zeigt, dass die strukturelle Verankerung von Nachhaltig­keit in den Unternehmen zwar hoch bleibt, aber an Priorität und Dynamik verloren hat. Die befragten 822 Unternehmen der Real- und Finanzwirtschaft gaben an, dass vor allem unsichere politische Rahmenbedingungen sowie fehlende Marktanreize als stärkste Hemmnisse für mehr Transformation verantwortlich sind.

Ausgewählte Ergebnisse der Studie:

  • 17 Prozent der Unternehmen erklären, dass sich Nachhaltigkeit für sie rechnet. 43 Prozent sagen, dass sie schon einen wirtschaftlichen Vorteil erkennen – trotzdem übersteigen die damit zusammenhängenden Kosten den finanziellen Mehrwert bislang.
  • 29 Prozent der Unternehmen verfügen über einen Übergangsplan, um strategisch bei dem Vorhaben, ihre Treibhausgase zu reduzieren, vorgehen zu können. Dieser Wert hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
  • 46,6 Prozent der Unternehmen bezeichnen die Politik als „starkes Hemmnis“ oder „eher Hemmnis“ für die Transformation der Wirtschaft. Von allen abgefragten Blockierern ist die Regulierung mit Abstand der größte Verhinderer.
  • 75 Prozent der Unternehmen, die künftig von der Pflicht zur Berichterstattung ausgenommen sind, wollen dennoch künftig Nachhaltigkeitsberichte vorlegen.

Hier geht es zum Monitor.

Der EU-Omnibus, das Infragestellen der Klimaziele, das Zweifeln am Emissionshandel, der Backlash aus den USA – all das hat eine spürbare Verunsicherung hinterlassen. Dass Unternehmen, die jetzt durch das Brüsseler Vereinfachungspaket von „unverhältnismäßigen Belastungen“ der Nachhaltigkeitsberichterstattung ausgenom­men sind, dennoch Reports vorlegen wollen, zeigt jedenfalls, dass das Thema nach wie vor eine bedeutende Rolle spielt. Das gilt auch für die Spielwarenbranche, wie vor zwei Wochen vom Kosmos Verlag zu erfahren war. Armin Sinnwell, Geschäftsleistungsmitglied bei Kosmos, zeigt sich überzeugt, dass das Thema zwar unter Druck stehe, aber nichts an Relevanz verloren habe. Das Gegenteil sei richtig, weshalb Nachhaltigkeit für Kosmos ein zentrales Element der Strategie bleibt. Der DVSI wird den Impuls aufgreifen. Interesse an einer Mitarbeit? Dann bitte bei GF Ulrich Brobeil melden. T: 0911/477112-11; E: brobeil@dvsi.de.