Beitrag vom: 20. Oktober 2026

TIE kritisiert BPA-Migrationsgrenzwert in Spielwaren

Bisphenol A (BPA) ist eine Chemikalie, die als hormonell wirksam und reproduktionstoxisch eingestuft wird. BPA kann in harten Kunststoffen oder über Farben, Lacke und Epoxidharze in Spielwaren gelangen. Toy Industries of Europe (TIE) – der DVSI ist TIE-Mitglied, Geschäftsführer Ulrich Brobeil Member of the Board, DVSI-Expert*innen arbeiten in den Gremien mit – hat seine Stellungnahme zur Konsultation der Europäischen Kommission über die vorgeschlagenen Änderungen der Spielzeugsicherheitsrichtlinie eingereicht. Die Stellungnahme unterstützt die vorgeschlagene Beschränkung von Lilial, einem Duftstoff, der als reproduktionstoxisch eingestuft wurde. TIE befürwortete außerdem die Streichung von Verweisen auf ältere Prüfnormen nach EN 71, wodurch neuere Prüf­methoden EU-weit formell anerkannt und angewendet werden könnten. TIE äußerte jedoch Bedenken hinsicht­lich des vorgeschlagenen Grenzwerts für die Migration von Bisphenol A (BPA) in Spielzeug. Obwohl TIE die Maß­nahmen zur Verbesserung der Sicherheit befürwortet, ist der Dachverband der europäischen Spielzeughersteller der Ansicht, dass der vorgeschlagene Grenzwert zu nahe an der technischen Nachweisgrenze des Referenz­prüfverfahrens liegt, was die Prüfung und Durchsetzung der Konformität erschweren könnte. TIE hat daher eine Überarbeitung des BPA-Grenzwerts und eine Übergangsfrist von 18 Monaten gefordert, um Herstellern, Laboren und Marktüberwachungsbehörden ausreichend Zeit zur Anpassung an die neuen Anforderungen zu geben.

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