Beitrag vom: 15. Dezember 2025
Umwelt Omnibus veröffentlicht
Das jetzt vorgelegte Vereinfachungs- oder Umwelt-Omnibuspaket ist Teil einer umfassenden Omnibus-Agenda, um die EU-Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen. Das Umwelt-Paket führt weitreichende Vereinfachungen in Bezug auf industrielle Emissionen, Abfall, erweiterte Produzentenverantwortung (EPR), Datenberichterstattung und Genehmigungen ein. Kritiker sehen in den Vorschlägen allerdings eine Demontage von jahrelang erarbeiteten Umwelt- und Naturschutzstandards.
Die Mitteilung der Kommission und die begleitenden Vorschläge finden Sie hier.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
Batterieverordnung (Link)
- Änderung der Erzeugerdefinition für Fernverträge
- Hinzufügung einer Definition für Substances of very high concern
- Ausschluss von Batteriepacks von den Anforderungen an Entnehmbarkeit und Austauschbarkeit
- Vereinfachung der redundanten Berichterstattung
Aussetzung der Anwendung der Regeln zur Ernennung eines bevollmächtigten Vertreters für erweiterte Produzentenverantwortung (EPR) für mehrere Abfallströme bis zum 1. Januar 2035:
- Vorschlag für Batterien/Abfallbatterien und Verpackungs-/Verpackungsabfälle (Link)
- Vorschlag für Abfall, WEEE und Einwegplastik (Link)
Änderungen der Abfallrahmenrichtlinie (Link)
- Aufhebung der SCIP-Datenbank
- Harmonisierte und reduzierte Berichterstattung für EPR
- Löschung von Indikatoren zur Messung der Umsetzung von Maßnahmen zur Abfallvermeidung
Was von der Kommission vorgeschlagen wurde, muss vom Parlament und Rat angenommen werden. Das Gesetzgebungsverfahren kann mehrere Monate dauern. Die Mitteilung der Kommission listet zudem zukünftige Initiativen auf, die auf eine weitere Vereinfachung abzielen, darunter die REACH-Überarbeitung (Zeitpunkt nicht angegeben) und das Gesetz zur Kreislaufwirtschaft im Sommer/Herbst 2026. Es bezieht sich auch auf die nächsten Schritte bei der Umsetzung der Packaging and Packaging Waste Regulation. Der DVSI hält Sie informiert.

