Beitrag vom: 21. September 2026
Zugang zu Social Media soll für Kinder eingeschränkt werden
Der Gesetzesvorschlag basiert auf den Empfehlungen des Sonderausschusses für Kindersicherheit online, der im Sommer vorgelegt wurde. Er zielt darauf ab, den Zugang zu sozialen Medien für Kinder unter 15 Jahren zu beschränken, mit teilweisen/überwachtem Zugang für 13- und 14-Jährige. Kindern unter 13 Jahren ist es untersagt, Konten zu haben.
Wir haben den Vorschlag im europäischen Verbund Toy Industries of Europe (TIE) analysiert:
- Es wird nur sehr wenig Einfluss auf traditionelle Spielwaren haben, abgesehen von wahrscheinlich einigen Auswirkungen auf Marketingkanäle.
- Ein großer Schwerpunkt der Gesetzgebung liegt auf der Interaktion von Kindern mit KI, was auch KI-Chatbot-Spielzeuge sowie Plattformen wie ChatGPT und Claude umfassen wird.
- Selbst altersgerechte digitale Produkte und Dienstleistungen, die unter die Social-Media-Klassifizierung fallen, werden eine Zeitbeschränkung von einer Stunde und verstärkte Kindersicherungen erfahren.
- Der Teufel steckt im Detail – viele praktische Dinge müssen geklärt werden, wie die Kommission die Ziele der Durchsetzung und der Sicherstellung, dass nur volljährige Personen Zugang zu bestimmten Inhalten haben, erreichen will.
Der EU Kids Act enthält gute Ansätze, denn Kinder brauchen auch im Internet Schutz. Die DVSI-Position Social Media finden Sie hier.
Ihr Ansprechpartner beim DVSI: GF Ulrich Brobeil (T: 0911/477112-11; E: brobeil@dvsi.de)

