Beitrag vom: 23. Juni 2026

Zusammenhang von Social Media-Nutzung und Wohlbefinden bei Kindern nachgewiesen

Die erste Umfrage mit Standardfragen wurde 1973 veröffentlicht. Seit 1978 dient diese repräsentative Umfrage der EU-Kommission der Beobachtung und Herausbildung der Meinungsentwicklung unter der europäischen Bevölkerung. Jetzt stand Kindersicherheit auf der Agenda. Die neue Eurobarometer-Umfrage zeigt, dass zu viel Bildschirmzeit und die Nutzung sozialer Medien die Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen beeinträchtigen können. Jugendliche verbringen durchschnittlich 4,5 Stunden an Schultagen und 6,1 Stunden am Wochenende online. 14 % der Teenager verbringen mehr als 10 Stunden täglich vor Bildschirmen. Fast jeder Dritte gibt an, sich durch soziale Medien gestresst, traurig oder ausgeschlossen zu fühlen. Jeder Vierte hat bereits schädliche Inhalte online gesehen, darunter Hassreden, Druck bezüglich des Aussehens oder gewalttätige Inhalte. Neun von zehn Teenagern berichten von mindestens einem gesundheitlichen Problem im Zusammenhang mit der Bildschirmnutzung, wie z. B. müden Augen, Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwierigkeiten. Soziale Medien können zwar helfen, in Kontakt zu bleiben und sich zu informieren. Diese Ergebnisse zeigen der Kommission, dass mehr getan werden muss, um junge Menschen online zu schützen. Die Kommission will Maßnahmen durch strengere Online-Sicherheitsregeln, besseren Schutz und Unterstützung für Minderjährige, eine neue EU-App zur Altersverifizierung, wirksamere Maßnahmen gegen Cybermobbing und mehr finanzielle Unterstützung für die psychische Gesundheit ergreifen. Mitte Juli folgen weitere konkrete Empfehlungen der Ko-Vorsitzenden des Sonderausschusses zur Online-Sicherheit von Kindern, Dr. Maria Melchio. Der DVSI unterstützt das Vorhaben der Bundesregierung, den Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt zu stärken und den von Experten in die Diskussion eingebrachter Vorschlag einer abgestuften, altersabhängigen Lösung, um beiden Zielen – Schutz von Kindern und Jugendlichen wie auch digitale Teilhabe – gerecht zu werden.

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