Beitrag vom: 6. Juli 2026

Studie weist Asbestfreisetzung in Bastelsand nach

Eine von Associate Professor Terri-Ann Berry geleitete Studie der Auckland University of Technology (AUT) zu asbesthaltigen Produkten aus farbigem Sand bestätigt, was bereits Ende vergangenen Jahres für hohe Wellen sorgte. Die krebserregende Substanz wurde erstmals in Produkten nachgewiesen, die in Neuseeland und Australien verkauft worden waren. Seither wurde in mindestens 16 Ländern Asbest in Spielsand entdeckt, darunter Großbritannien, Belgien und die USA. Die Stiftung Warentest titelte im April 2026 sogar „Asbest-Alarm nun auch bei Temu“. Vor der Studie der AUT war allerdings nicht bekannt, ob die in den Kinderprodukten nachgewiesene Substanz während des Spielens auch in die Luft gelangen kann. Die am 1. Juli präsentierten AUT-Forschungsergebnisse zeigen nun, dass bei simulierten Spielaktivitäten Tremolit- und Chrysotil-Asbestfasern tatsächlich der Fall war. Zwar konzentriere sich die Untersuchung auf Bastelsand, nicht auf Formsand, aber das schließe nicht aus, so die Professorin und Spezialistin für Umwelttechnik, dass auch Formsand davon betroffen sein könnte. Die Australian Competition & Consumer Commission informierte bereits die Australian Toy Asso­ciation – wie der DVSI ein ICTI-Mitglied – über die Ergebnisse und bat um Unterstützung. Unternehmen, die an der Bereitstellung von Produkten mit farbigem Sand beteiligt sind, müssen eine Risikobewertung durchführen und das Ministerium innerhalb von zwei Tagen über die Einleitung eines Produktsicherheitsrückrufs informieren.

Mehr Informationen dazu finden Sie nachfolgend:

Airborne asbestos in kids‘ play sand

Asbestos in coloured sand products – research results

Testing for asbestos in kids_play sand no game